Tag desayt – Regen-Sonne-Regen-Sonne-CTF

29. Juli 2009

Das aufwachen heute gestaltete sich etwas schwieriger als sonst. Gestern abend, nach der Bloggingsession, gab es Besuch von einem neuen Einheimischen, der sich als weiterer kräuterkundiger Mischer von Lokalen erfrischungsspezialitäten vorstellte. Merke: Beim Konsum von „Spirytis“ vorsicht walten lassen 🙂

Vormittags gab die wegens Regens abgesagte Programmschlacht hinlänglich Gelegenheit zum zusammensitzen. Kartenspielregeln werden ausgetauscht und der Kurs für den Tausch von Gummibärchen gegen Russischen Chai auf 1:1 festgelegt. So wird auch dieses Gewitter problemlos überstanden und am Nachmittag in das Feldspielprogramm gestartet. Das bestand aus einer wirklich coolen Idee: Vorher, also von morgens an, hatten die Campstaffler drei Teilnehmer des Camps mit grünen Füßen präpariert. Diese Greenfeetler galt es dann gemeinsam zu jagen und gleichzeitig seine eigenen Füße zu schützen. Ein riesenspass mit viel Rangelei und wildem gerenne. Sprachbarrieren gibt es beim zeigen auf neue Opfer auch nicht, so das wildes Geschrei weit über den Platz zu hören war.

Mittags kommt uns Alexej besucht und bring einen riesigen Fisch vorbei; die morgendliche Angelrunde um 5 Uhr in der frühe war (wie er offenbar vorausgesehen hat) nicht ganz so erfolgreich. Dafür aber lustig, denn geschlafen werden muss da vorher ja nicht mehr. Glücklicherweise gibt es keine Betriebsunfälle mit dem Schlauchboot aber eben auch keine Jagderfolge. Gut für die Fische.

Dann gab es essen: wieder arme Ritter (weil die gestern schon so gut waren) und dazu Salat. Leider ist uns der Essig ausgegangen, daher mussten wir die Salatsoße mit Salzwasser improvisieren; das Ergebnis war aber überraschend gut. Dieser Art gestärkt, wurden wir aufgefordert, doch bittööööö noch einmal das „Super game with the Flag“ zu inszenieren. Tagsüber haben sich offenbar kleine Partisanengrüppchen zusammengefunden uns Strategische Operationen geplant und die Tarnkleidung perfektioniert. So lassen wir uns nicht lange bitten, definieren eine neue Gruppierung (die „Killer“) die allzu faule Spieler ins Gefängnis schicken darf und starten eine weitere Runde. Faszinierenderweise läuft das Spiel nahezu perfekt flüssig ohne Diskussionen oder beschwerden ab, wir scheinen mit dieser Idee einen Nerv getroffen zu haben. Begeistert überfallen sich die beiden Teams stundenlang bis um zehn Uhr (RT) zur Abendrunde und abflaggen gerufen wird.

So langsam werden wir auch hier immer besser, unser Gruppenapell klingt schon fast so militärisch zackig wie der der Russen und die Hymne wird ohne Textunfälle vorgetragen. Und heute gibt es auch das lang ersehnte Chilli; nachem gestern (RT) die passenden Nahrungsmittel ankommen (und kein Chilli dabei ist) wird lecker gekocht. Olesch zaubert einen fantastischen Eintopf aus Würstchen, der tatsächlich an Chili erinnert.

Der Abend wird stilecht am Lagerfeuer mit eingien Runden Werwolfjagd verbracht. Man glaubt kaum wie beeindruckend die Gesprächsfähigkeiten gesteigert werden, wenn man sich plötzlich in Englisch rechtfertigen muss um nicht umgebracht zu werden 🙂

  1. Gabi Neu sagt:

    Hallo Björn – unbekannterweise – aber umso sympatischer, da naturgemäß besorgte Eltern durch dich und deine Ausführungen … auch nicht beruhigt werden;-)
    Nach unserem Urlaub unter auch nicht ganz zivilen Umständen grinse ich mir täglich bei den neuesten Einträgen ins Fäustchen und möchte „Mäuschen spielen“ – besser nicht?!
    Gibt es unter euren sanitären Bedingungen eigentlich noch irgendein Kleidungsstück, das diese Fahrt überlebt? Wir können es uns kaum vorstellen.
    Dennoch beschreibst du, lieber Björn, die Aktivitäten dankenswerterweise so herzerfrischend, dass niemals der Eindruck entsteht, euch würde etwas fehlen oder es würde euch nicht gut gehen. Das beruhigt dann doch wieder. Jedenfalls muss es so sein, denn unsere Annka hat sich noch nicht hier gemeldet… das Bild im Abkühlbecken und beim Spülen habe ich aus „Rache“ übrigens der Oma gezeigt – hahaha.
    Jetzt wünsche ich euch allen noch ein paar aufregende, tolle Tage und dann auch eine problemlose – aber nicht gepäcklose – Rückreise. GN

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