Auf den Regen folgt Sonne

26. Juli 2013

Nach den letzten drei Tagen mit Regen (davon gibt es im ganzen Jahr hier nur neun) gibt es jetzt endlich wieder Sonne und JMJ-Party im Überfluss. Die Vigil wurde wegen des Regens spontan an die Copacabana verlegt, wobei es am Strand mit einer knappen Millionen Leuten schon relativ kuschelig war – voraussichtlich werden wir wegen der erwarteten Millionen Pilger den Strand in der Vigilnacht nicht aufsuchen. Somit kommt in diesem Moment auf die Volunteers eine titanische Aufgabe zu; die gigantische Vigilanage wir komplett verlegt.

Derweil geniessen wir jeden Tag Rio in vollen Zügen. Achtung, Wortspiel, denn die Metro und Eisenbahnen sind häufiger total überfüllt mit Pilgern (zusätzlich zum Berufsverkehr). Der allgegenwärtigen Feierlaune („Olaaaa, Alemanha!“) tut das aber keinen Abbruch. Überall sind die bunten Rucksäcke der Pilger, die grünen WJT-Shirts und Fahnen aus aller Herren Länder zu sehen. Es sind auch jede Menge Scouts da: Peru, Argentinien, Paraguay, USA, Großbritannien, Italien, Korea … die ganze Welt ist da. Wir haben schon fast keine Aufnäher mehr zum tauschen.

Soeben waren wir zu Fuss in einer Favela unterwegs. Die Favela „Santa Maria“ mit etwa 6000 Einwohnern ist vor einer Weile „befriedet“ worden und es gibt eine Tour mit Führer – sonst würde man sich auch sofort verlaufen. Eine Favela ist ein unübersichtliche Sammlung von Hauskonstruktionen mit tausenden kleiner und kleinster Gäßchen. Rio ist eine Stadt der Kontraste, seid gespannt auf die Bilder.

Uns geht es tatsächlich sehr gut; jeden morgen gibt es in unserer „Heimatgemeinde“, bei der wir in unseren Familien wohnen, an der Kirche Frühstücksboxen mit Pilgerfrühstück darin – den Bundeswehr-Überlebenspackungen nicht unähnlich.  Wir haben so unglaublich viel erlebt, das lässt sich gar nicht aufzählen. Wir haben die Escoterios do Brasil besucht (Die Pfadfinder von Brasielien), das Kloster Sao Benedito, die Seefahrerkirche und so viel mehr. Gestern haben wir sogar ein bischen Geburtstag gefeiert, wobei sich die Deutsche Gruppe die in der Gemeinde untergekommen ist (etwa 100 Leute) sehr über das Bierbuffet gefreut hat.

 

 

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